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  • Istvan Akos
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

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Schweizer Biermarkt in der Krise: Rückläufiger Konsum setzt Brauereien unter Druck

Der Schweizer Biermarkt steht vor erheblichen Herausforderungen. Erstmals ist der Pro-Kopf-Verbrauch unter die symbolische Marke von 50 Litern gefallen, wie der Schweizer Brauerei-Verband (SBV) meldet. Diese Entwicklung stellt insbesondere mittelgrosse und kleinere Brauereien vor existenzielle Probleme und führt zu einer spürbaren Konsolidierung der Branche. Die Zahl der Brauereien nahm von einem Rekord von 1'278 im Jahr 2021 auf 1'149 im Januar 2025 ab.

Strukturwandel im Konsumverhalten

 

Der rückläufige Bierkonsum ist Teil eines umfassenderen gesellschaftlichen Wandels. Besonders bei jungen Menschen verliert Alkohol generell an Attraktivität, was sich nicht nur beim Bier, sondern auch bei Wein und Spirituosen zeigt. Auch der Boom alkoholfreier Biere mit einem Marktanteil von 7,5 Prozent kann diesen Rückgang nur begrenzt kompensieren.

Gleichzeitig verschieben sich die Konsumgewohnheiten räumlich. Während die Gastronomie kontinuierlich Marktanteile verliert, gewinnt der Detailhandel an Bedeutung. Auch Events verzeichnen rückläufige Besucherzahlen, während der Heimverbrauch zunimmt. Diese Verlagerung verschärft den Preisdruck zusätzlich.

Mittelständische und kleinere Brauereien in Bedrängnis

Die wirtschaftlichen Folgen sind dramatisch. Mittelgrosse und kleinere Brauereien geraten zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten, kämpfen mit Schulden und müssen Personal entlassen. Einige mussten bereits Konkurs anmelden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Produktionskosten an mehreren, oft nicht abgeschriebenen Standorten erweisen sich als zu hoch. Gleichzeitig ist die Einkaufskraft dieser Unternehmen zu gering, um mit den Billigstpreisen der Konkurrenz mithalten zu können.

Konkrete Beispiele verdeutlichen die Krise. WädiBräu-Huus musste vor einem Jahr Konkurs anmelden. Chopfab wurde von Locher vor dem Konkurs gerettet und massiv umstrukturiert. Turbinenbräu steht zum Verkauf. Die Branche befindet sich in einem schmerzhaften Umstrukturierungsprozess.

Verdrängungswettbewerb verschärft sich

 

Grossbrauereien nutzen ihre Preismacht systematisch, um kleinere Wettbewerber zu verdrängen. Gleichzeitig erobert ausländisches Billigbier zunehmend Marktanteile in breiten Bevölkerungsschichten. Für mittelgrosse und kleine Brauereien wird eine Differenzierung immer schwieriger. Sie sehen sich gezwungen, mit «Me too»-Produkten wie alkoholfreien Varianten und Dosenbieren zu reagieren, verlieren dabei aber ihr eigenständiges Profil.

Die Kombination aus sinkendem Konsum, verändertem Konsumverhalten, zunehmendem Preisdruck und der Marktmacht grosser Konzerne schafft ein Umfeld, in dem traditionelle mittelständische Brauereien kaum noch bestehen können. Die Schweizer Bierbranche steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, dessen Ausgang noch offen ist.

 

Unser Bier ist von dieser Entwicklung stark betroffen

 

Bereits 2024 gab es bei Unser Bier einen starken Umsatzrückgang. Dank der Reserven, die Unser Bier in guten Jahren aufbauen konnte, führte das zu keinen roten Zahlen. Diese negative Entwicklung hielt aber 2025 an. Sie veranlasste den Verwaltungsrat dazu, an seiner jährlichen Retraite die Situation gründlich zu analysieren und sich strategische Gedanken für die Zukunft zu machen. Auf operativer Ebene erwartet Unser Bier im Jahr 2026 positive Impulse von folgenden Neuerungen:

  • Neu kommt im Februar eine 50c-Dose mit Blond auf den Markt.

  • Wenig später lanciert Unser Bier zusammen mit einem namhaften Hersteller ein erfrischendes, alkoholfreies Biermischgetränk.

  • Nach der erfolgreichen Lancierung des alkoholfreien Amber ohni wird ein weiteres alkoholfreies Bier produziert.

 

Zudem strebt Unser Bier an, seine 11'613 Aktionärinnen und Aktionäre «in die Pflicht zu nehmen»: Wenn alle von ihnen pro Monat eine kleine Flasche Unser Bier mehr trinken, dann sind das 460 Hektoliter, die Unser Bier mehr absetzen kann. Das ist wenig für dich, aber viel für uns!

 

Was Unser Bier sonst noch im Köcher hat, wird zu gegebener Zeit kommuniziert.

Basel, 31.12.2025

 
 
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